Themen

Vier Themen, die mich beschäftigen.

Was ich seit 2023 mit KI gebaut, geprüft und gelernt habe, sortiert nach Themen. Aus der Praxis, nicht aus dem Prospekt. Alles hier ist Information, kein Angebot: Ich verkaufe nichts und biete keine Leistung an.

01

Herausfinden, wo KI hilft

Worum es geht: Wie man herausfindet, ob KI in einem Betrieb Zeit und Geld spart, bevor jemand investiert.

Der Fehler, den ich am häufigsten gesehen habe: Zuerst wird ein Werkzeug gekauft, dann eine Verwendung gesucht. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Man schaut sich die Abläufe an, dort wo die Arbeit passiert, und schreibt auf, welche Handgriffe eine KI übernehmen könnte, welche nicht, und warum. Für die zwei oder drei besten Kandidaten rechnet man durch, was eine Lösung kostet, was sie einspart und wann sie sich bezahlt macht.

Das Vorgehen ist das aus meiner Ausbildung zum KI-Manager: Anwendungsfälle finden und bewerten, Anforderungen und Architektur festlegen, Kosten und Nutzen als Zahlen, rechtliche Fragen von Anfang an mitprüfen. Kein Bauchgefühl, ein Rechenweg. So habe ich jedes meiner Projekte begonnen, und bei einigen kam heraus: lieber nicht.

Kurz gefasst

  • zuerst der Ablauf, dann das Werkzeug
  • Kosten, Ersparnis und Amortisation als Zahlen, nicht als Gefühl
  • die Liste der Abläufe, bei denen KI nichts bringt, ist genauso wertvoll
02

KI-Kompetenz im Team

Worum es geht: Was die EU-KI-Verordnung von Betrieben verlangt und wie man Mitarbeiter so an KI-Werkzeuge heranführt, dass keine Firmendaten in öffentliche Werkzeuge wandern.

Seit Februar 2025 verlangt die EU-KI-Verordnung (Art. 4), dass Unternehmen die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeiter sicherstellen. Eine vorgeschriebene Zertifizierung gibt es nicht, aber eine dokumentierte Schulung ist der übliche Nachweis. Was in eine solche Schulung gehört, ist aus meiner Sicht klar: an Beispielen aus dem eigenen Betrieb arbeiten, nicht an Folienbeispielen, und die Regeln kennen. Was darf in ein öffentliches KI-Werkzeug eingegeben werden, was nicht, wie prüft man Ergebnisse, wo liegt die Haftung.

Dazu gehört eine schriftliche Richtlinie für den KI-Einsatz im Betrieb. Sie muss nicht lang sein, aber sie muss existieren, sonst entscheidet jeder selbst, was er in welches Werkzeug tippt.

Kurz gefasst

  • Art. 4 EU-KI-Verordnung gilt seit Februar 2025
  • keine Pflichtzertifizierung, eine dokumentierte Schulung ist der übliche Weg
  • eine kurze schriftliche Richtlinie ist aus meiner Sicht unverzichtbar für jeden Betrieb, der KI-Werkzeuge nutzt
03

Abläufe automatisieren

Worum es geht: Wie wiederkehrende Arbeit von selbst läuft, und in welchen drei Formen das vorkommt.

Automatisierung. Ein Ablauf, der bisher Handarbeit war, läuft von selbst: Dokumente auslesen, Daten übertragen, Berichte erstellen, Angebote gegen Leistungsverzeichnisse prüfen. So etwas habe ich gebaut, das Projekt Angebotsprüfung zeigt es.

Wissensdatenbank. Eine KI, die ausschließlich die eigenen Unterlagen kennt: Normen, Verträge, Handbücher, Projektakten. Man fragt auf Deutsch, die Antwort kommt mit Quellenangabe, damit man nachprüfen kann. Die Dokumente wandern nicht in ein öffentliches KI-Training. Wie so ein System funktioniert

Eigenbau. Wenn es kein passendes Programm zu kaufen gibt, bleibt eine selbst gebaute Anwendung, die genau den Ablauf abbildet. Meine Erfahrung: nach der ersten nutzbaren Version jeden weiteren Ausbauschritt einzeln entscheiden.

Was ich dabei gelernt habe: kleine Schritte, nach jedem ein sichtbares Ergebnis. Der große Wurf im Voraus geht fast immer schief.

Kurz gefasst

  • ein System muss im Alltag laufen, nicht in einer Vorführung
  • ob ein System benutzt wird, entscheidet sich bei der Einführung im Team, nicht beim Bauen
  • Updates und Sicherungen gehören von Anfang an dazu
04

Eine Webseite ohne Baukasten

Worum es geht: Wie diese Seite gebaut ist, und warum sie ohne Baukasten-Abo, ohne Cookie-Banner und ohne schwere Systeme auskommt.

Diese Seite ist handgebaut, ohne schwere Systeme, dadurch schnell geladen und wartungsarm. Kein Baukasten, der jeden Monat kostet und trotzdem träge bleibt. Keine Fremdschriften, keine Skripte von Drittanbietern, deshalb auch kein Cookie-Banner: Es gibt nichts, in das man einwilligen müsste.

Ladezeit und Technik kann jeder selbst nachmessen, mit dem Seitentest seines Vertrauens.

Kurz gefasst

  • keine monatlichen Lizenzkosten
  • keine Cookies, kein Tracking, kein Banner
  • Systemschriften, keine Fremdanfragen
Mein Vorgehen

So bin ich bei meinen Projekten vorgegangen.

1

Verstehen

Den Ablauf anschauen, dort wo die Arbeit passiert. Wer macht was, mit welchen Unterlagen.

2

Rechnen

Kosten und Nutzen als Zahlen. Rechtliche Fragen von Anfang an mit.

3

Klein bauen

Eine erste nutzbare Version. Dann entscheiden, ob und wie es weitergeht.

4

Im Alltag prüfen

Läuft es wirklich? Was muss nach? Erst dann ist es fertig.

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