KI-Werkstatt · Station
Drei Stichworte hinein, ein fertiger Absatz heraus. Und was davon stimmt.
Notizen, wie man sie auf der Baustelle in das Telefon tippt. Daraus wird ein Absatz, der sich gut liest. Schalten Sie einzelne Notizen ab und sehen Sie, was von dem Absatz dann noch belegt ist.
Simuliert Der Absatz ist vorbereitet, hier läuft kein Sprachmodell. Gerechnet wird, welcher Satzteil durch welche Notiz gedeckt ist: Schalten Sie eine Notiz ab, wechselt jeder davon abhängige Satzteil in unbelegt.
- 3Notizen
- 0Satzteile
- 0ohne Beleg
Für dieses Schaubild braucht es JavaScript. Ohne das stehen Notizen und Absatz unten trotzdem lesbar da.
Vorbereiteter Absatz, Belegprüfung im Browser
Beispiel Baustellennotiz
Ihre Notizen
Schalten Sie eine Notiz ab, um zu sehen, was im Absatz daneben ohne Beleg dasteht.
Der erzeugte Absatz
- Belegtsteht so oder sinngemäß in einer eingeschalteten Notiz
- Ohne Belegklingt richtig, steht aber in keiner Notiz
Die Notizen: Brandschutzklappe Achse 4 zu, Revisionsöffnung verkleidet, Funktionsprüfung nicht möglich.
Der erzeugte Absatz: „Bei der Begehung am 2. September 2026 wurde festgestellt, dass die Brandschutzklappe in Achse 4 geschlossen war. Die Revisionsöffnung ist verkleidet, eine Funktionsprüfung war daher nicht möglich. Die Verkleidung ist bis zum 20. September 2026 zu öffnen und die Prüfung nachzuholen. Der Mangel wurde der ausführenden Firma vor Ort mitgeteilt."
Was davon in den Notizen stand: die geschlossene Klappe, die verkleidete Revisionsöffnung und die nicht mögliche Funktionsprüfung. Nicht in den Notizen standen das Datum der Begehung, die Frist und die Mitteilung vor Ort. Drei Angaben, die richtig klingen und die niemand geschrieben hat.
Was dabei wirklich passiert
Ein Sprachmodell füllt Lücken. Das ist keine Fehlfunktion, sondern seine Bauart: Es rechnet aus, welche Fortsetzung wahrscheinlich ist, und eine Frist gehört in einem Mangelbericht nun einmal dazu.
Das Erfundene ist immer das Plausible
Niemand bekommt eine unsinnige Ergänzung. Man bekommt genau die, die man selbst geschrieben hätte, und übersieht sie deshalb beim Gegenlesen. Ein Datum, eine Frist, ein Halbsatz über eine Mitteilung, die es nie gab. In einem Bericht, der später als Beleg dient, ist das keine Kleinigkeit.
Warum Gegenlesen nicht reicht
Wer den Absatz liest, prüft, ob er stimmig ist. Stimmig ist er. Um das Erfundene zu finden, müsste man nicht den Absatz lesen, sondern ihn Satz für Satz gegen die eigenen Notizen halten. Das ist eine andere Tätigkeit, sie dauert länger als selbst schreiben, und genau deshalb unterbleibt sie.
Was hilft
Das Modell nur formulieren lassen, nicht ergänzen. Also: alle Angaben, die im Ergebnis stehen sollen, vorher hineingeben, und ausdrücklich verlangen, dass nichts hinzugefügt wird, was nicht dasteht. Das funktioniert nicht immer, aber deutlich besser als drei Stichworte und die Bitte um einen Bericht. Warum sich das Problem nicht mit der nächsten Version erledigt, steht im Beitrag Warum KI erfindet und es selbst nicht merkt.
Was diese Seite nicht zeigt
Hier formuliert kein Modell. Der Absatz ist vorbereitet, samt der Zuordnung, welcher Satzteil auf welche Notiz zurückgeht. Ein echtes Modell würde bei jedem Durchlauf etwas anderes schreiben und andere Lücken füllen. Das Muster bleibt dasselbe.
Die Belegprüfung ist die einfache Variante. Hier ist fest hinterlegt, welcher Satzteil zu welcher Notiz gehört. Ein System, das das selbst prüft, muss Bedeutung vergleichen und nicht Wörter, und dabei entstehen wieder eigene Fehler.
Drei Stichworte sind zu wenig, und das ist der Punkt. Die Station zeigt nicht, dass Sprachmodelle unbrauchbar sind, sondern was passiert, wenn man ihnen zu wenig gibt und zu viel erwartet.
Wie ein Modell überhaupt Wort für Wort entscheidet, zeigt die Station Wort für Wort. Wie eine Antwort aussieht, die ihre Fundstelle mitliefert, zeigt Dokumente befragen.